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Mein Hobby: Anime & Manga

Wieso überhaupt Anime?

"Gehe in dich und finde dich selbst wieder! Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken und Träumen ab." ~ Marcus Aelius Aurelius Verus (Römischer Kaiser)
So in etwa könnte auch meine Lebensphilosophie lauten. Jeden einzelnen Tag versuche ich möglichst positiv zu sehen und nicht zu viele Gedanken an nicht so schöne Dinge zu verlieren. Denn auch, wenn das Leben kein Spiel ist, so sollte man sich nicht von anderen vorgeben lassen, was man zu tun hat und was nicht. Und schon gar nicht sollte man sich verstellen, weil andere einen sonst nicht mögen könnten... in der Liebe ist dies wie man weiß jedoch etwas anderes ;)

Diese Einstellung hat mich mein Leben geprägt und so gehe ich trotz vieler Strapazen eigentlich immer fröhlich durch's Leben. Mit dafür Verantwortlich waren, man mag es kaum glauben, Animes. Für jemanden, der Animes nur im Sinne von Pokemon und Sailor Moon von RTL 2, klingt dies vermutlich äußerst suspekt. Aus diesem Grund möchte ich hier einmal kurz versuchen, dies zu erläutern.

Zunächst möchte ich einmal klar stellen, dass es sich bei Animes nicht nur um Zeichentrickfilme für Kinder von bis zu 10 Jahren oder so handelt. Es gibt die unterschiedliches Genres für die unterschiedlichsten Alters- und Zielgruppen. Von Abenteuer, Action, Beziehungsdramen über Horror und Komödien bis hin zu Science-Fiction und Sport Genres ist alles vertreten. Natürlich zielt so ein Film oder eine Serie nicht nur auf ein Gebiet, sondern umfasst meistens mehrere auf einmal.

Anders als in deutschen oder US-Produktionen, sind die Helden keine ultimativen und perfekten Personen. Viel mehr ist jeder Charakter wirklich einzigartig (so wie im realen Leben) und besitzt gewisse herausragende (positive sowie negative) Eigenschaften. Dadurch gibt es eine viel komplexere Handlung zwischen den einzelnen Charakteren und deren Einstellungen, als zum Beispiel bei Comics wie Mickey Mouse oder Spiderman. Der zentrale Punkt ist meistens nicht auf den ersten Blick sichtbar, sondern benötigt in manchen Fällen sogar das wiederholte Anschauen des Animes. Auch wenn man meint alles Verstanden zu haben, so wird man doch später beim Erneuten anschauen kleine Hinweise finden, die wichtige Aussagen über Beweggründe eines Charakters erzählen oder der Story einen kleinen Richtungswechsel gibt. Oft ist es so, dass zwischen Gut und Böse nicht so leicht unterschieden werden kann. Auf beiden Seiten gibt es gute und schlechte Beweggründe für die Taten und es muss am Ende der Zuschauer selbst entscheiden, wer in seinen Augen das richtige getan hat. Es gibt nicht immer nur Happy-Ends und keine Tat lässt sich ungeschehen machen... denn auf ein Aktion folgt stets eine Reaktion! So etwas fasziniert im Allgemeinen mehr, als so ein totales heile Weltbild.

Meine Favoriten:

Die nun hier aufgeführten Titel kann ich wirklich jedem empfehlen einmal zu schauen, es wird schon nicht schaden. Da ich es selbst hasse, wenn jemand zu viel über einen Film verrät, bevor ich diesen gesehen habe, werde ich mich hier auch zurückhalten und versuche nicht zu spoilern.

Serial Experiment Lain ist aufgrund der verwirrenden und komplexen Storyline mit wenigen Worten schwer zu beschreiben. Auf jeden Fall liefert es viel Diskussionsstoff. Abgesehen, dass Lain gerade erst 13 Jahre alt und ein sehr introvertiertes Mädchen ist, scheint ihr Leben schön völlig durch einander zu sein. Nachdem eine Mitschülerin Selbstmord begeht, erhält Lain sowie andere Schüler, E-Mails von der Verstorbenen mit der Mitteilung, dass sie nicht tot seie, sondern von nun an in der "Wired" lebe und Gott begegnet sei. Die "Wired" ist eine Art Internet. Von diesem Zeitpunkt an interessiert sich Lain immer mehr für die "Wired" und so nach einiger Zeit sieht Lain ihre Existenz in der Wired als realer, als im realen Leben.

Ab hier scheinen nun merkwürdige Dinge mit ihr und der Umgebung zu passieren und so kommt eins zum Anderen. Der zentrale Punkt in diesem Anime sind ganz eindeutig die Computer, das Internet und die Kommunikation zwischen den Menschen. Alles ist recht düstiger und mysteriöus gehalten, was noch durch die passende Musik sehr gut untermalen wird. Zwar nicht für jederman geeignet, aber wer auf düstere Geschichten und Computer steht, sollte sich einmal die ersten Folgen anschauen.

Hack//Sign ist ein etwas lustigerer, dennoch tiefgreifender Anime mit einer wirklich interessanten Stoyline. Anders als bei Lain, gibt es hier viele Charaktere, die alle irgendwie im Mittelpunkt stehen und zentrale Rollen spielen. Die Story von .hack // SIGN wird jedem Onlinespieler sofort vertraut sein, Neueinsteigern der Spielebranche am PC jedoch Kopfzerbrechen bereiten. So startet die Serie mit einem Rückblick, dass ein Onlinespieler namens Tsukasa nicht mehr in der Lage ist offline zu gehen. Wütend auf alles und jeden, bringt er die "Knights" gegen sich auf und ist auf der Flucht vor den Aufpassern von "TheWorld". Tsubasa trifft in der Spielwelt natürlich auch auf andere Spieler wie Mimiru, Bear, BT oder Sora. Mit der Zeit verdichten sich auch die Gerüchte um einen legendären Gegenstand namens "Key of the Twillight", mit dem man die Spielregeln des Spieles manipulieren kann.

Das vermutlich beste an dieser Serie ist der neue Stil. Yuki Kajiura gelang es, ein orchestralisches Meisterwerk zu erschaffen, welches sogar in Hollywood ihres Gleichen sucht. Die einzelnen Szenen und die Atmosphäre der Welt wird perfekt eingefangen. Nicht nur, dass dieses Teil-Genre sehr neu und innovativ ist, es lässt sich auch äußerst gut vermarkten und so gab es bereits nach kurzem, die ersten Spiele und Folge-Staffeln.

Prinzessin Mononoke sollten sicherlich viele mittlerweile kennen. Dieser Anime-Movie lief bereits des öfteren auf dem Sender RTL2 zum Weihnachtszeit und hat in meinen Augen "Das Letzte Einhorn" abgelöst. Wege einer Gewaltszenen und einer doch schon recht komplizierten Handlung, ist die Altersfreigabe ab 12 sicher angebracht. In Japan ist Mononoke Hime der zweit erfolgreichste Film aller Zeiten (nach Titanik) gewesen. Leider ist die Welle nicht bis nach Deutschland übergetreten.

Der Film zeigt den ewigen Kampf zwischen Mensch und Natur. Als die Menschen, unter Führung von Eboshi, immer mehr den Lebensraum der Tiere versuchen zu zerstören, fangen die Tiere an sich zusammen zu schließen und sich zu wehren. Unter der Gruppe der Wölfe befindet sich ein junges Mädchen, welches von den Menschen als "Prinzessin Mononoke" bezeichnet wird. Sie kämpft dafür, dass der Wald und das Leben nicht von den Menschen so einfach ausgelöscht wird und versucht mit allen Mitteln, Eboshi zu stoppen. Nachdem der Held Ashitaka allmählich den Worten von Eboshi zweifelt, schließt er sich Mononoke an und versucht das Schlimmste zu verhindern.

Ich könnte hier sicher nun noch einige weitere Titel aufführen, aber ich wollte ja nur einmal kurz aufzeigen, dass Animes mehr sind als nur Zeichentrickserien für kleine Kinder. In diesem Sinne hoffe ich, dass sich einmal mehr Leute mit Animes beschäftigen und merken, was alles so dahintersteckt.

Ein paar meiner Zeichnungen