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Japan - Das Land der aufgehenden Sonne
Ich muss zugeben, auch wenn ich sehr fasziniert von der Sprache, dem Essen, den Leuten und ihrer Kultur bin, so habe ich es bis heute leider noch immer nicht geschafft, einmal dort hinzureisen. Gründe dafür gibt es natürlich auch... Zum einen fehlt mir das nötige Geld, um alleine dort erst einmal hinzufliegen (400 Euro). Dann sollte man dort ein paar Leute kennen, bei denen man übernachten kann, sonst ist man bei den Hotelpreisen auch schnell noch einen Haufen Kohle los. Naja und so macht ein Urlaub dann ja nicht mehr wirklich Spaß.    Verwandtes Thema: Anime & Manga.

Die Sprache

Auch wenn das japanische Schriftzeichensystem ursprünglich aus China importiert worden ist und viele Teile der Sprache an sich keinen genauen Ursprung finden lassen, ist Japanisch einer dem zehn meist gesprochensten Sprachen der Welt. Knapp 130 Millionen Menschen sprechen diese Sprache mittlerweile. Als im 4. Jahrhundert einige japanische Mönche nach China gereist waren, wurden von dort ein Großteil der chinesischen Schriftzeichen mitgenommen und so, wegen dem bereits sehr ausgeklügelten System, dieses in Japan angewendet.

Mittlerweile gibt es im Japanischen vier Schriftsysteme. Zum einen, die sehr einfachen Hiragana, welche bereits nach ein paar Wochen Übung beherrscht werden können. Meistens lernt man kurz nach, beziehungsweise währenddessen, die sehr ähnlich von der Schwierigkeit einzustufenden Katakana. Diese unterscheiden sich im Großen und Ganzen nur von der spitzen Form im Gegenzug zu den weichen, abgerundeten Zeichen des Hiragana. Die Katakana sind meist auch als stylistische Effekte in Animes oder normalen Hollywood-Filmen zu finden. So zum Beispiel die Darstellung der Matrix aus der gleichnamigen Trilogie auf den Bildschirmen. Als nächste Stufe lernen die japanischen Schüler dann Kanji. Anders als Hiragana und Katakana, stehen Kanji als Piktogramme. In Zeitung und vielen Büchern werden oft Kanji benutzt, wobei durch die große Anzahl an Kanji, das Lesen selbst für Japaner nicht immer so einfach ist. Insgesamt gibt es nämlich mehr als 20.000 Kanji, wo hingegen ein durchschnittlicher Leser einer Zeitung gerade mal 2.000 beherrscht. Durch die Komplexität dieser Zeichen lässt sich vieles sehr kurz fassen. Sind jedoch einige Wörter in den Artikeln, die nicht in gängige Kanji geschrieben werden können, so wird auf eines der einfacheren Systeme kurzer Hand zurückgegriffen.

Da ich nun auch schon ein wenig am Japanisch lernen bin, habe ich auf einer kleinen Webseite einmal ein Wörterbuch mit den wichtigsten Begriffen aufgeschrieben und dabei noch einen Online-Vokabeltrainer eingebaut. www.japanisch-lernen.de

Das Essen

Das wohl bekannteste Gericht aus Japan ist sicherlich "Sushi". Nicht nur als einfaches Essen, sondern als optischer Genuss wird Sushi hierzulande gesehen. Im Ursprung war das ganze jedoch nicht so geplant, daraus ein wohlschmeckendes Essen zu machen. Viel mehr wurde früher der Fisch durch das Einrollen in Reis, einfach nur frisch gehalten. Erst später merke man, dass daraus auch eine Delikatesse gemacht werden kann. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Arten von Sushi.

Die gerollte Sushi ist, die in Deutschland bekannteste Art. Hierzu wird auf einer Bambusmatte ein Nori-Blatt (Alge) gelegt und darauf der gläsernde Sushireis verteilt. Je nach belieben wird dann das ganze mit diversen Fischsorten, Makrelen Tamago (Omelett) oder Gemüse bestückt. Dann einfach das ganze zusammen rollen in der Matte und in fünf kleine Stücken teilen.

Eine weitere von mir persönlich favorisierte Art des Sushi ist die Nigiri-Sushi ^_^ Durch das einfache "Bauen" hat man wenig Arbeit und bekommt so sehr viele leckere Happen zusammen. Bei den Nigiri wird einfach ein zwei Finger breiter Reisblock gemacht. Auf diesem wird danach wie auf dem Bild zu sehen, einfach die gewünschte Zutat längs drauf gelegt und gegebenenfalls noch mit einem kleinen Nori-Blättchen ein wenig stabilisiert. Auf dem Bild ist ein Tamago-Nigiri zu sehen. Durch das einfache Drauflegen der Zutat ist genug Platz um größere Sachen zu verwenden. So kann es auch mit Tintenfisch, Garnelen oder beispielsweise Lachs belegt werden.

Als Beilage gibt es zum Anregen des Geschmackes Wasabi (sehr scharfer Meerrettich), feiner, in Scheiben geschnittener Ingwer sowie Soja-Sauce.